Das Leistungsspektrum der
gynäkologischen Praxis Gabi Reis 

Hier geben Wir Ihnen einen Einblick in die Leistungen unserer Praxis. So können Sie sich einen guten Überblick verschaffen und vielleicht werden einige Fragen ja auch schon im Voraus geklärt. Wenn Sie fragen zu weiteren Leistungen haben, dann rufen Sie doch bitte kurz durch und vereinbaren Sie einen Termin.

Die Akut-Sprechstunde

Mit der Akutsprechstunde bieten wir unseren Patientinnen die Möglichkeit, bei frisch aufgetretenen Beschwerden sehr zeitnah behandelt zu werden. Lange Wartezeiten auf einen Termin entfallen somit.


Aufgrund der hohen Nachfrage ist eine telefonische Voranmeldung sinnvoll und wichtig.


Bitte beachten Sie: da es sich hierbei um eine freie Sprechstunde handelt, müssen Sie mit trotzdem mit Wartezeiten rechnen!


Zusätzliche Anliegen, wie z.B. Wechseljahresbeschwerden oder chronische Beschwerden (z.B. langjährige wiederkehrende Unterbauchschmerzen oder Inkontinenz) können aus Zeitgründen in der Akutsprechstunde nicht besprochen werden. Gerne erhalten erhalten Sie hierfür einen weiteren Termin.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sie in der regulären Terminsprechstunde nicht „mal eben dazwischen schieben“ können, falls sie aus persönlichen Termingründen (Arbeit, andere Termine) die Akutsprechstunde nicht wahrnehmen können. Sie erhalten dann möglichst zeitnah einen regulären Termin.


Die Akutsprechstunde kann beispielsweise in folgenden Situationen genutzt werden:

  • Zum Feststellen einer Schwangerschaft
  • Bei akuten Beschwerden während der Schwangerschaft oder im Wochenbett
  • Bei akuten Unterbauchschmerzen
  • Bei akuten Schmerzen / Veränderungen der Brüste
  • Bei neu aufgetretene Blutungsstörungen
  • Bei Entzündungen der Scheide (z. B. Scheidenpilz), des Schambereiches oder der Brüste (sog. Mastitis)
  • Bei Blasenentzündungen
  • Zur Notfallverhütung („Pille danach“)

...und bei ähnlichen Problemen.


Unsere Zeiten der Akutsprechstunde:

Montag bis Freitag: 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr

sowie Montag, Dienstag und Donnerstag: 15:00 Uhr bis 15:45 Uhr

und natürlich nach Vereinbarung.

Die Frauenarztpraxis Gabi Reis in Neustadt in Holstein ist für Sie da. Gynäkologie und Geburtshilfe bei Beschwerden.

Unsere Leistungen Gynäkologie und Geburtshilfe

Zusätzlich zur Krebsvorsorge und Schwangerschaftsbetreuung bieten wir Ihnen ein großes Spektrum der ambulanten Gynäkologie und Geburtshilfe an, u.a:


Diagnostik und Therapie von


  • Erkrankungen der Brüste
  • Erkrankungen der Gebärmutter und Eierstöcke sowie Intimbereich und Scheide (z.B. Zysten, Polypen, Lichen Sklerosus)
  • Myome der Gebärmutter
  • Endometriose
  • Blutungs- und Zyklusstörungen
  • Hormonstörungen
  • PCO-Syndrom
  • Infektionen des Intimbereiches, Scheide und Gebärmutter/Eierstöcke
  • Abszess- und Wundbehandlung
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Verhütung (Kontrazeption): u.a.
    • Pillenverordnung, Verhütungs-Ring (z.B.Nuva-Ring), Verhütungspflaster (z.B. Evra)
    • Drei-Monatsspritze (Depo-Clinovir)
    • Einlegen von Verhütungsspiralen (z.B. Kupfer-Spirale, Hormonspirale)
    • Sonographie-Kontrolle bei liegender Spirale
  • Kinderwunschberatung (auch Ultraschalluntersuchung zur Follikelmessung und bei entsprechender Indikation Stimulationsbehandlung mit Clomifen)
  • Konservative Therapie von Senkungsbeschwerden und Inkontinenz
  • Krebsnachsorge bei gynäkologischen bösartigen Erkrankungen


Zusätzliche Leistungen unserer Praxis (keine Kassenleistung)


Die Frauenarztpraxis Gabi Reis in Neustadt in Holstein ist für Sie da. Eure Frauenärztin klärt Eure Fragen rund um das Thema Frauenarzt und Gynäkologie.

Die Mädchensprechstunde

Du selbst entscheidest, wann der richtige Zeitpunkt für den ersten Besuch bei deiner Frauenärztin gekommen ist. In unserer Mädchensprechstunde hast du Gelegenheit, alle deine Fragen z. B. zu den Themen Zyklus und Regelblutung, körperlicher Entwicklung, und Sexualität, Verhütung und Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (=HPV-Impfung) zu stellen. 


Das Wichtigste ist das Gespräch, um deine Frauenärztin und die Praxis kennenzulernen. Notiere dir vor dem Gespräch ruhig die Fragen, die dir am Herzen liegen, auch wenn sie dir peinlich vorkommen. Bitte nicht die Versicherungskarte deiner Krankenkasse vergessen!


Deine Frauenärztin wird dir auch Fragen stellen, z. B. zu deinem Zyklus, ob bei dir oder in deiner Familie Krankheiten (z. B. Asthma, Herzerkrankungen, Allergien) bekannt sind, welche Medikamente du nimmst, ob du rauchst usw.


Alles, was zwischen dir und deiner Frauenärztin besprochen wird, wird absolut vertraulich behandelt. Frauenärzte unterliegen der Schweigepflicht und dürfen auch deinen Eltern nichts erzählen, selbst wenn du noch minderjährig bist. Wenn du es wünscht, kannst du selbstverständlich auch eine Person deines Vertrauens mitbringen (z. B. deine Mutter, deinen Freund oder eine Freundin).


Falls Du damit einverstanden bist, dass Deine Mutter/Deine Eltern Auskünfte (z.B. zu Untersuchungsbefunden, zur „Pille“, etc) von uns erhalten und Fragen dazu besprechen dürfen, dann unterschreibe uns bitte eine Befreiung von der Schweigepflicht – ansonsten dürfen wir keinerlei Auskünfte geben! 


Muss ich mich im Intimbereich untersuchen lassen?


Beim ersten Besuch bei deiner Frauenärztin ist es nicht zwingend notwendig, eine gynäkologische Untersuchung durchzuführen. Insbesondere, wenn Du bisher noch keinen Geschlechtsverkehr hattest, kann man mit der Untersuchung noch warten. Wenn möglich, wird die „Untersuchung auf dem Stuhl“ erst durchgeführt, wenn Du dazu bereit bist und vor der ersten Untersuchung erklärt. Damit du dich dabei wohl fühlst, hier ein paar Tipps:


  • Das Verwenden von Intimsprays oder sonstigen Kosmetika im Schambereich können zu Hautreizungen führen und sind nicht notwendig. Das tägliche Waschen mit klarem Wasser reicht völlig aus.
  • Wenn du einen Untersuchungstermin vereinbarst, achte darauf, dass Du nicht in dieser Zeit deine Regelblutung hast.
  • Du kannst gerne ein langes T-Shirt/langen Pullover oder einen Rock anziehen, damit Du Dich weniger nackt auf dem Untersuchungsstuhl fühlst.
  • Du kannst jederzeit Fragen zum Untersuchungsablauf stellen.


Unser Team freut sich auf Deinen Besuch!

Die Frauenarztpraxis Gabi Reis in Neustadt in Holstein ist für Sie da. Unsere Leistungen bei der Krebsvorsorge und weiteren medizinischen Untersuchungen in unserer Frauenarzt-Praxis.

Krebsvorsorge und zusätzliche medizinische Untersuchungen in unserer Praxis:

Die jährliche gynäkologische Krebsvorsorge der gesetzlichen Krankenkassen besteht aus folgenden Leistungen: 


  • Ab dem 20. Lebensjahr: Entnahme eines Abstriches aus dem Gebärmutterhals (sog. PAP-Abstrich), Tastuntersuchung des inneren Genitals (Eierstöcke und Gebärmutter)
  • Ab dem 30. Lebensjahr zusätzlich: Tastuntersuchung und Inspektion der weiblichen Brüste
  • Ab dem 35. Lebensjahr zusätzlich: Hautkrebsvorsorge (durchzuführen beim Hautarzt oder bei Hausärzten!)
  • Ab dem 50. Lebensjahr zusätzlich: rektale Tastuntersuchung des Enddarms, Stuhltest auf okkultes Blut (von 50-55 Jahren jährlich, ab 55J alle 2 Jahre), bis 69 Jahren alle 2 Jahre eine Mammographie
  • Ab dem 55. Lebensjahr zusätzlich: Darmspiegelung alle 10 Jahre


Ergänzende medizinische Untersuchungen

Über die gesetzlichen Leistungen hinaus gibt es zusätzliche Möglichkeiten, weitere Untersuchungen von Gebärmutter, Eierstöcken, Brüsten etc wahrzunehmen z. B.

  • Ultraschalluntersuchung des kleinen Beckens, der Gebärmutter und der Eierstöcke
  • Ultraschalluntersuchung der Brustdrüsen (Mammasonographie)
  • Erweiterte Krebsfrüherkennungstests (HPV-Diagnostik, Dünnschichtzytologie, Blasenkrebs)

Die Kosten für diese medizinisch sinnvollen Zusatzuntersuchungen werden leider nach wie vor nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und müssen von den Patienten selbst getragen werden. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).


Was ist eine Vaginalsonographie?

Die Vaginalsonographie dient zur Darstellung der Gebärmutter (Uterus), Eileiter und Eierstöcke (Adnexe). Veränderungen der Gebärmutter oder der Eierstöcke können mit dieser Methode ggf. früher erkannt werden, als durch eine alleinige Tastuntersuchung. Die Tastuntersuchung gibt lediglich Auskunft über die Größe, Lage sowie Mobilität der Organe im kleinen Becken und liefert insbesondere bei Übergewicht und Anspannung nur ein eingeschränktes Ergebnis. So sind z. B. Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) nicht durch eine Tastuntersuchung oder den Krebsvorsorgeabstrich erkennbar. Darstellen kann man im Ultraschall z. B. auch gutartige Veränderungen wie Myome der Gebärmutter, Eierstockzysten oder Polypen sowie Tumorerkrankungen der Gebärmutter oder Eierstöcke.

Insbesondere Frauen, die an Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes leiden, profitieren von dieser Untersuchung.


Was ist eine Mammasonographie?

Die Mammasonographie bedeutet Ultraschall der weiblichen Brüste. Vorteile: die Untersuchung ist schmerzlos, ohne Strahlenbelastung und das Untersuchungsergebnis liegt sofort vor.

Als Ergänzung zur regelmäßigen Krebsvorsorge ist die Mammasonographie sehr empfehlenswert für alle Frauen ab dem 30. Geburtstag. Bis zu den Wechseljahren ist das Brustdrüsengewebe ist aufgrund hormoneller Einflüsse „dichter“ beschaffen, als nach Beginn der Wechseljahre, so dass mit dem Ultraschall eine Beurteilung des Brustdrüsengewebes in den meisten Fällen besser und somit vorteilhafter ist, als mit der Mammographie.

Deswegen werden die Mammographie-Untersuchungen im Rahmen der gesetzlichen Krebsvorsorge erst zwischen dem 50. und 69. Lebensjahr durchgeführt. Auch hierbei ist die Mammasonographie eine wichtige Ergänzung, da z. B. zystische Strukturen oder dichtes Brustdrüsengewebe im Ultraschall besser dargestellt werden können. Kombiniert man beide Methoden, so lassen sich bis zu 95 % aller bösartigen Befunde darstellen, bei alleiniger Mammographie ca. 80 - 85 %.


Was bedeutet „HPV-Diagnostik“?

Die HPV-Diagnostik erfolgt durch einen Abstrich vom Gebärmutterhals. Sie dient dem Nachweis einer Infektion mit Humanen Papillomaviren (=HPV), die zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs oder Genitalwarzen (Kondylome) hervorrufen können.

Eine dauerhafte Infektion mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen (z.B. Typ 16 und 18) ist maßgeblich an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt. Je nach Häufigkeit des Partnerwechsels ist ein HPV-DNA-Nachweis bei bis zu 50 % der jungen Frauen nachzuweisen. Oft bildet sich die Infektion zurück. Besteht jedoch eine HPV-Infektion im unteren Genitaltrakt über mehrere Jahre fort, können sich Krebsvorstufen entwickeln, welche anschließend zum Gebärmutterhalskrebs führen.

Die HPV-Diagnostik dient zur Verbesserung der Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom) zusätzlich zum PAP-Abstrich.

Seit Jahren gibt es in Deutschland eine Impfung gegen HPV. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung grundsätzlich zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr, viele auch inzwischen bis zum 26. Lebensjahr!


Was ist eine „Dünnschichtzytologie“?

Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des sonst üblichen Krebsvorsorgeabstrichs (PAP-Abstrich). Das Abstrichmaterial wird in einem speziellen Verfahren von Blut, Schleim und anderen Verunreinigungen befreit. Dadurch können die gewonnen Zellen aus der Cervix (Gebärmutterhals) in einer dünnen Schicht unter dem Mikroskop besser beurteilt werden. Sinnvoll wäre diese Untersuchung insbesondere bei kontrollbedürftigen PAP-Abstrichen (z. B. PAP IIw oder PAP IIID).

Die Frauenarztpraxis Gabi Reis in Neustadt in Holstein ist für Sie da. Schwangerschaftsvorsorge für Ihr Wohlbefinden und ein gesundes Kind.

Schwangerschaftsvorsorge

Herzlichen Glückwunsch! Sie erwarten ein Baby!

In den nächsten Monaten wird sich Ihr Körper verändern und damit die Versorgung Ihres Kindes sicherstellen. Sicherlich werden Sie und Ihr Partner dazu einige Fragen haben: Wir beraten Sie gerne! Selbstverständlich ist es möglich und erwünscht, dass Ihr Partner (oder eine andere Person Ihres Vertrauens) Sie zu den Vorsorgeterminen begleitet!


Der erste Termin in der Schwangerschaft in unserer Praxis

Wie wundervoll: Ihr Schwangerschaftstest ist positiv! 

Nun geht es darum, das Schwangerschaftsalter, den Entbindungstermin und die regelrechte Einnistung des Embryos in die Gebärmutter festzustellen. Dies geschieht durch eine Ultraschalluntersuchung über die Scheide:

In einer sehr frühen Schwangerschaftswoche (bis zur 5. SSW) ist sonografisch oft nur eine verdickte Gebärmutterschleimhaut zu erkennen. Zwischen der 5. und 6. Schwangerschaftswoche zeigt sich in der Regel eine Fruchthöhle, und ab der 6. - 7. SSW kann man einen kleinen Embryo sowie einen Herzschlag darstellen.

Nach Erhebung Ihrer Krankengeschichte findet im Anschluß an die körperliche Untersuchung eine Ernährungsberatung sowie eine Beratung hinsichtlich gesunder Lebensführung während der Schwangerschaft statt. Falls sie bis zu diesem ersten Termin noch keine Folsäure eingenommen haben, sollten Sie jetzt damit beginnen: In der Schwangerschaft besteht ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, vor allem an Folsäure. Folsäure, ein Vitamin aus der B-Gruppe, ist hauptsächlich in Nüssen, Obst und Gemüse enthalten und wichtig für die Organentwicklung des Kindes, insbesondere für die Entwicklung des Nervensystems. Es ist außerdem wichtig zur Vorbeugung von Neuralrohrdefekten (=„offener Rücken“) beim ungeborenen Kind. Folsäure erhält man rezeptfrei in jeder Apotheke.

Ggf. (ab der 6. - 7. SSW) finden auch heute schon erste Blutuntersuchungen (Feststellung der Blutgruppe und Rhesusfaktor, Rötelntiter, Antikörper-Suchtest, Lues, ggf. Test auf HIV) und die Anlage eines Mutterpasses statt.


Und wie geht es jetzt weiter?

Laut Mutterschaftsrichtlinien sind bei unauffälligem Schwangerschaftsverlauf 10 Vorsorgeuntersuchungen und 3 Ultraschallscreenings vorgesehen. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche (SSW) finden die Vorsorgeuntersuchungen beim unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf alle 4 Wochen statt, danach alle 14 Tage.

Eine Vorsorgeuntersuchung umfasst neben der vaginalen Untersuchung und Urinuntersuchung u. a. auch die Messung des Blutdruckes, des Hämoglobinwertes (Hb, „roter Blutfarbstoff“) und des Körpergewichts.


Zusätzliche Untersuchungsangebote im Verlauf der Schwangerschaft

Diese Untersuchungen sind nicht Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und werden bei unauffälligem Schwangerschaftsverlauf nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.


Sinnvolle zusätzliche Laboruntersuchungen in der Schwangerschaft 

Wichtig ist auch eine Überprüfung des Immunstatus hinsichtlich Infektionskrankheiten wie insbesondere von Toxoplasmose und Zytomegalie, da diese Infektionen oft unbemerkt verlaufen und bei Erstinfektion eine Übertragung auf das ungeborene Kind mit nachfolgenden, zum Teil schweren körperlichen und geistigen Fehlbildungen möglich ist. Auch die Bestimmung von Windpocken und Ringelröteln ist möglich.

Jede Schwangere zwischen der 35. und 37. Woche sollte auf Streptokokken der Gruppe B untersucht werden. Dazu wird ein Vaginal- (=Scheiden) Abstrich durchgeführt. Bei 20 - 36 % der Schwangeren finden sich im Genitalbereich Streptokokken der Serogruppe B. Normalerweise sind diese Bakterien harmlos, man findet sie auch auf der Haut und im Darm. Bei der Geburt können die Streptokokken jedoch auf das Kind übertragen werden. Dadurch kann entweder direkt nach der Geburt oder erst im Verlauf der nächsten ein bis sechs Wochen eine schwere Infektion des Kindes ausgelöst werden, z. B. eine Hirnhautentzündung oder eine Lungenentzündung.


Ersttrimester-Screening in der 11. - 14. Schwangerschaftswoche (FMF-zertifiziert)

Mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung in der 11+0 bis 13+6 Schwangerschaftswoche ist es möglich, die Nackentranzparenz (=NT-Messung) des Kindes zu messen. Der Begriff Nackentransparenz bezeichnet eine unter der Haut gelegene Flüssigkeitsansammlung im Nackenbereich des ungeborenen Kindes, die nur zwischen der 11. und 14. SSW vorhanden ist. Mit der NT-Messung kann man z.B. mit etwa 80 %iger Sicherheit ein erhöhtes Risiko für ein Down-Syndrom (= Trisomie 21) erkennen.

Eine im gleichen Zeitraum durchgeführte Blutuntersuchung (PAPP-A / freies ß-HCG) erhöht die Erkennungssicherheit auf 90 %. Auch weitere seltenere, aber schwere Chromosomenstörungen können durch dieses Screening erfasst werden. Die Kombination aus NT-Messung und der Blutuntersuchung wird auch als Erst-Trimester-Screening bezeichnet. Ergibt sich bei diesem Screening ein konkreter Verdacht auf eine Chromosomenanomalie, kann eine sogenannte Chorionzottenbiopsie (= Entnahme von Zotten aus dem Mutterkuchen) oder Amniozentese (=Entnahme von Fruchtwasser) durchgeführt werden, um das Erbgut untersuchen zu können. Die Anzahl der durchgeführten Fruchtwasseruntersuchungen ist jedoch in den letzten Jahren stark zurückgegangen, da mit dem heutigen Erst-Trimester-Screening bereits eine Risikoabschätzung hinsichtlich Down-Syndrom und weiteren Chromosomenstörungen mit einer Sicherheit von bis zu 90 % möglich ist.


Screening-Test auf Trisomie 21, 18 und 13 und geschlechtschromosomale Störungen (z.B. Harmony®-Test)

Hierbei handelt es sich um eine vorgeburtliche Screening-Untersuchung aus dem mütterlichen Blut und ist ab der 10. SSW durchführbar.

Während der Schwangerschaft werden DNA-Bruchstücke des ungeborenen Kindes aus dem Mutterkuchen (Plazenta) in das mütterliche Blut abgegeben. Der Test untersucht diese freien DNA-Bruchstücke, um ein Risiko zu ermitteln, ob das Kind an einer Trisomie 21, 18 oder 13 oder einer Erkrankung der Geschlechtschromosomen (X/Y) erkrankt ist.

Die Erkennungsrate für eine Trisomie 21 liegt bei diesem Test bei ca. 99%.

Das Testergebnis liegt nach ca. 3-7 Tagen vor.


Zusätzliche Ultraschall-Untersuchungen und 3D-Ultraschall

  • Zwischen der 25. - 33. SSW liegen optimale Bedingungen für eine 3D-Sonographie vor. Damit lassen sich insbesondere von der Gesichtspartie Detailbilder reell darstellen. Voraussetzung für gute Bilder sind eine günstige Lage des Kindes sowie ein ausreichendes Fruchtwasserdepot vor dem Gesicht.
  • Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen des Feten zur Vitalitäts- und Gewichtskontrolle sind ab der 5. Woche in jeder SS-Woche möglich.


Akupunktur und Akutaping:

Häufig leiden Schwangere unter Übelkeit und anderen Beschwerden. Diese lassen sich effektiv mit Akupunktur oder Aku-Taping lindern, so dass Medikamente reduziert oder ganz vermieden werden können.

Ab der 36. SSW kann eine Geburtsvorbereitung mit Hilfe der Akupunktur 1 - 2 x wöchentlich durchgeführt werden. Studien haben gezeigt, dass die Geburtsdauer um ca. 2 Stunden und mehr verkürzt werden kann. Zudem wird die Geburt als weniger schmerzhaft empfunden.

Wir bieten Akupunktur in unserer Praxis an, z.B. bei 

  • Erbrechen in der Schwangerschaft
  • Schmerzen in der Schwangerschaft, z. B. Rückenschmerzen, Senkungsbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Geburtsvorbereitung

Die Frauenarztpraxis Gabi Reis in Neustadt in Holstein ist für Sie da. Impfungen in unserer Praxis.

Impfungen in unserer Praxis

Wir überprüfen Ihren Impfstatus und führen Impfungen nach Empfehlungen der STIKO durch.
Liegt kein vollständiger Impfschutz vor, so können während der Schwangerschaft Infektions-krankheiten von der Mutter auf das Kind übertragen werden.
Gefährlich ist z. B. eine Infektion mit Röteln, die vor allem in der Frühschwangerschaft zu Fehlgeburten oder zu schwerwiegenden Fehlbildungen führen kann.
Viele Impfungen dürfen in der Schwangerschaft nicht durchgeführt werden, z. B. wenn es sich um Lebendimpfstoffe handelt (z. B. Impfung Masern-Mumps-Röteln).
Aber auch nach der Entbindung ist das Neugeborene gefährdet: da die ersten Impfungen erst Monate nach der Geburt stattfinden, können Infektionen wie z.B. Keuchhusten (Pertussis) und Masern für den Säugling lebensgefährlich werden! Ein vollständiger Impfschutz bei den Eltern und engen Kontaktpersonen des Kindes (z.B. Geschwister, Großeltern) ist daher überaus wichtig! Leider ist der sog. „Herdenschutz“ (u.a. durch Impfmüdigkeit in der Bevölkerung und Ablehnung von Impfungen durch Impfkritiker/-gegner) nicht flächen-deckend, so dass Krankheiten wie z.B. Keuchhusten und Masern unglücklicherweise wieder auf dem Vormarsch sind.


Empfohlen werden folgende Impfungen ab 18 Jahren:

  • Alle 10 Jahre Auffrischungsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis)
  • Bei nach 1970 geborenen Erwachsenen: ausstehende Impfung gegen Mumps-Masern-Röteln
  • Einmalige Auffrischungsimpfung von Poliomyelitis (Kinderlähmung) auf insgesamt 4 Impfungen
  • Frauen im gebärfähigen Alter sollten 2 x gegen Röteln und Varizellen (Windpocken) geimpft sein!
  • Frauen im gebärfähigen Alter: jährliche Grippeschutzimpfung und Impfung gegen Hepatitis B wahrnehmen!
  • Ab 60 Jahre: jährliche Grippeschutzimpfung, Impfung gegen Pneumokokken (Lungenentzündung)


HPV-Impfung (= Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs):

Wir verwenden den Impfstoff „Gardasil 9“. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung grundsätzlich nur zwischen dem 9. und 17. Lebensjahr, viele auch inzwischen bis zum 26. Lebensjahr!

  • 9-14 Jahre: 2 Impfungen im Abstand von 0-6 Monaten
  • 15-17 Jahre: 3 Impfungen im Abstand von 0-2-6 Monaten

Darüber hinaus wird die HPV-Impfung für Frauen empfohlen, die sich einer Konisation unterziehen mussten. Die Kosten werden von den Krankenkassen meistens nicht übernommen.

Gerne überprüfen wir Ihren Impfstatus (bitte Impfpass mitbringen) und führen ggf. fehlende Impfungen (auch bei Ihrem Partner) durch, damit Sie einen umfassenden Schutz haben. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen (Ausnahme: Hepatitis B).


Weitere Impfungen, die wir in unserer Praxis durchführen, u.a.:

  • Hepatitis A+B
  • FSME (Früh-Sommer-Meningokokken-Enzephalitis)
  • Haemophilus influenzae (Hib)
  • Nach vorheriger Beratung auch Reiseimpfungen, wie z:B. Thyphus und Cholera. Spezielle Impfungen wie z.B. Gelbfieber bleiben ausgewählten Impfstellen vorbehalten.


Spezielle gynäkologische Impfungen (keine Kassenleistung)

  • Gynatren®: Impfung gegen wiederkehrende Scheideninfektionen
  • Strovac®: Impfung gegen wiederkehrende Harnwegsinfektionen!
Die Frauenarztpraxis Gabi Reis in Neustadt in Holstein ist für Sie da. Die richtige Ernährung hilft Krankheiten vorzubeugen.

Ernährungsberatung:

Warum bietet eine Gynäkologin Ernährungsberatung an?

Weil eine Vielzahl von Krankheitsbildern und Problemen in der Schwangerschaft auch auf Übergewicht (=Adipoitas) zurückzuführen ist. Hier einige Beispiele:


  • Fettgewebe bildet Hormone, z. B. Östrogene. Durch ein Übermaß an Östrogenen steigt das Risiko, an hormonabhängigen Krebsarten wie z. B. Brustkrebs oder Krebs der Gebärmutter (Endometriumkarzinom) zu erkranken. 
  • Durch das permanente Übergewicht wird der Beckenboden sehr belastet. Folgen können Senkungsbeschwerden oder
  • Belastungsinkontinenz (=Stressharninkontinenz) sein.
  • Durch Übergewicht steigt das Risiko, an Depressionen zu erkranken, die sexuelle Lust sinkt.
  • Durch den fettgewebsbedingten Überhang an Östrogenen kommt es zu einer vermehrten Bildung von männlichen Hormonen (=Hyperandrogenämie). Dadurch wird die Fruchtbarkeit gehemmt: es dauert länger, bis man schwanger wird als bei normalgewichtigen gleichaltrigen Frauen.
  • Aufgrund des Übergewichts steigt das Risiko von Schwangerschaftsdiabetes, was wiederum ein erhöhtes Risiko für schwangerschaftsbedingte Erkrankungen wie z. B. Gestose („Schwangerschaftsvergiftung“) bedeutet.
  • Übergewicht der Mutter bedeutet für das ungeborene Kind, später selbst an Adipositas zu erkranken (sog. fetale Programmierung).
  • Unter der Geburt kann es aufgrund des Übergewichts vermehrt zu Komplikationen kommen, z. B. Geburtsstillstand, wodurch dann ein Kaiserschnitt notwendig wird oder eine sog. Schulterdystokie (=Hängenbleiben der kindlichen Schulter am mütterlichen Schambein).
  • Mit Beginn der Wechseljahre bemerken viele Frauen eine plötzliche Gewichtszunahme, welche durch den natürlichen Umbau von Stoffwechselvorgängen bedingt ist.


Mit Ernährungsumstellung langfristig Gewicht reduzieren und halten

Ziel unserer Ernährungsberatung ist es nicht, innerhalb von 5 Wochen 10 kg Körpergewicht z. B. mit einer Crash-Diät zu verlieren – denn spätestens nach einem Jahr haben Sie durch den JoJo-Effekt das verlorene Gewicht wieder zugenommen.

Unser Ziel ist eine langfristige Senkung des Körpergewichts durch eine nachhaltige Ernährungsumstellung – und zwar ohne Hungern, ständige Verbote oder teure Pulver. Dazu werden in unseren Programmen realistische individuelle Nah- und Fernziele verabredet. Wir orientieren uns mit unserer Beratung nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Zusätzlich sollten Sie mit einem Bewegungs- oder Sportprogramm beginnen oder eine zusätzliche oder verlängerte Trainingseinheit einplanen. Sie verbrennen dadurch mehr Kalorien und bauen Muskelmasse auf. Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto mehr Kalorien werden verbrannt.


Unsere Leistungen in der Ernährungsberatung

Individuelles Ernährungsberatungsgespräch (Dauer 45 - 60 Minuten)

Dieses Gespräch dient der Analyse Ihrer bisherigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, Ihrer bisherigen Diäterfahrungen und der Erhebung Ihrer Krankengeschichte und der Erstellung eines Ernährungsplanes. Es werden Körpergewicht, Taillenumfang, Körpergröße und der Blutdruck gemessen und ernährungsrelevante Laborparameter (wie z.B. Cholesterinwerte) bestimmt.

Mit Hilfe eines Computer-Ernährungsprogrammes kann Ihre bisherige Ernährung untersucht, Ihr Kalorienbedarf ermittelt und ein Ernährungsplan erstellt werden. Dazu ist es notwendig, dass sie im Vorfeld ca. eine Woche lang alles aufschreiben, was Sie zu sich nehmen (auch Getränke!) – bitte dabei ehrlich sein, denn nur so lassen sich Probleme aufspüren und korrigieren.


Bio-Impedanzanalyse (BIA)

Die Bioimpedanzanalyse ist eine Methode, mit der man rasch und präzise den Ernährungszustand messen kann. Dazu wird an Hand und Fuß jeweils eine Elektrode angelegt und ein sehr schwacher Strom für wenige Sekunden durch den Körper geleitet: da die elektrischen Widerstände der verschiedenen Körpergewebsarten unterschiedlich sind, ist es möglich u. a. den Anteil von Fettgewebe, Körperwasser und Muskelmasse zu bestimmen. So kann man im Verlauf feststellen, ob man Fettgewebe ab- und Muskelmasse aufgebaut hat. Insbesondere, wenn das Gewicht zwischendurch stagniert (was normal ist), ist diese Information wichtig für die weitere Motivation.